Was Bibliotheken und Museen voneinander lernen könnten

In Projekten, in denen Museen und Bibliotheken beteiligt sind, kommt es zeitweise zu kleinen Missverständnissen. Bibliothekar*innen bemängeln eine zu geringe Standardisierung von Museumsdaten, Museolog*innen betrachten verwundert die bisweilen unbeholfenen Partizipationsbemühungen der Bibliotheken. Da ich in beiden Bereichen arbeite, lehre und forsche, denke ich bei einigen Kritikpunkten eher: Was könnte man nur voneinander lernen?

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Partizpation im Design Thinking

Da ich mich nun seit einiger Zeit mit partizipativem Design beschäftige, kommt von Bibliothekar*innen häufig ein Kommentar wie „Ja, wir machen auch Design Thinking.“.

Warum Design Thinking aus meiner Sicht per se noch nicht etwas mit Partizipation zu tun haben muss, versuche ich in diesem Blogpost zu erläutern. Doch zunächst einmal zur Beruhigung: Ich finde es sehr positiv, dass immer mehr Bibliothekar*innen Fort- und Weiterbildungen zu Design Thinking anbieten und besuchen.

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Virtuelle Ausstellungen II

Von Zeit zu Zeit tritt bei physischen Ausstellungen das Problem auf: Man möchte Ergebnisse eines geisteswissenschaftlichen oder kulturwissenschaftlichen Forschungsprojektes präsentieren und wählt als Form eine Ausstellung. Im Ergebnis haben wir lange und viele Texte, die Sprache passt weder zur Zielgruppe noch zum Ort. Die Ausstellungskataloge enthalten sehr gute fachwissenschaftliche Beiträge, illustriert mit Objektabbildungen.  Auch virtuelle Ausstellungen können in diese Falle tappen.

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Virtuelle Ausstellungen I

Da ich Museologin bin und im Bereich der Digital Humanities arbeite, liegt es nah, „klassische“ Themen des Museums in der digitalen Welt zu betrachten. Eines der Themen sind virtuelle Ausstellungen. Im letzten Jahr fand in Gotha der Tagungsworkshop: „Exponat – Raum – Interaktion. Perspektiven für das Kuratieren digitaler Ausstellungen“ statt, der von der Forschungsbibliothek Gotha und der Professur für Museologie Universität Würzburg organisiert wurde.

Die zahlreichen Beiträge (hier der Link zum Programm) boten neue Sichtweisen der verschiedenen Disziplinen und regten zum Austausch an. Nun meine Gedanken über Virtuelle Ausstellungen, die ich stellenweise bereits in meinem Vortrag in Gotha geäußert habe.

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Test: Motivation Matrix. Warum sind alle so motiviert?

Da mir der HEURIST-Test (euphorischer Teil 1 + ernüchternder Teil 2) sehr viel Spaß gebracht hat, versuche ich für meine weitere Arbeit gerade alle viele Dinge zu testen, bei denen ich beim ersten Eindruck ein gutes Gefühl habe. Auf meiner Liste sind verschiedene Dinge (DH-Tools, Datenmodelle, Service Design-Tools,…) u.a. auch eine Motivation Matrix, von der ich hier zum ersten Mal gelesen habe: http://www.servicedesigntools.org/tools/20.

Mein erster Eindruck war jetzt nicht so euphorisch, aber ich wollte es etwas anpassen und ausprobieren, da ich mir in letzter Zeit viele Gedanken über interdisziplinäres kollaboratives Arbeiten mache und häufig vor der Aufgabe stehe, Stakeholder zusammenzuhalten. Woher kommt eigentlich die Motivation der Beteiligten gemeinsam Projekte zu stemmen? Und wie hält man die Motivation aufrecht?

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Update des Tests: Heurist „Set up your Database in 5 Minutes“

Nachdem ich Heurist Network vor allem wegen des Versprechens testete innerhalb von fünf Minuten eine Datenbank aufzusetzen, (Test: Heurist „Set up your Database in 5 Minutes“), folgte nach dem zweiten Test eine traurige Erkenntnis.

Recht euphorisiert habe ich einem Kollegen den Test gezeigt und gefragt, ob man so nicht das häufige „Hallo-du-einsamer-DH-Mitarbeiter-ich-brauche-eine-Datenbank-Problem“ lösen könnte. Man würde dem Fachwissenschaftler einfach sagen, hier nimm Heurist und du hast in fünf Minuten deine Datenbank zusammengeklickt. Es war sehr verlockend.

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