Test: Motivation Matrix. Warum sind alle so motiviert?

Da mir der HEURIST-Test (euphorischer Teil 1 + ernüchternder Teil 2) sehr viel Spaß gebracht hat, versuche ich für meine weitere Arbeit gerade alle viele Dinge zu testen, bei denen ich beim ersten Eindruck ein gutes Gefühl habe. Auf meiner Liste sind verschiedene Dinge (DH-Tools, Datenmodelle, Service Design-Tools,…) u.a. auch eine Motivation Matrix, von der ich hier zum ersten Mal gelesen habe: http://www.servicedesigntools.org/tools/20.

Mein erster Eindruck war jetzt nicht so euphorisch, aber ich wollte es etwas anpassen und ausprobieren, da ich mir in letzter Zeit viele Gedanken über interdisziplinäres kollaboratives Arbeiten mache und häufig vor der Aufgabe stehe, Stakeholder zusammenzuhalten. Woher kommt eigentlich die Motivation der Beteiligten gemeinsam Projekte zu stemmen? Und wie hält man die Motivation aufrecht?

Stakeholder in-ex.png

Beispiel für eine herrkömmliche unternehmsorientierte Stakeholder-Analyse. Von Grochim –  CC BY 3.0, Link

Viele Modelle sind konzentrisch um denjenigen angeordnet, der die Analyse vornimmt (s.o.). Die Erkenntnisse sind häufig so banal, dass man eine schicke Grafik in einen Projektbericht packt und „Stakeholder-Analyse“ von der To-Do-Liste abhakt ohne weiterführende Erkenntnis.

In der Motivation Matrix betrachte ich das Verhältnis aller Stakeholder zueinander, also bei fünf Stakeholdern:

motivationmatrix

eigene Grafik, CC0

In meinem letzten Projekt, dem Aufbau einer virtuellen Forschungsplattform für bestandsbezogene geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte hatte ich als DH-Mitarbeiter grob zusammengefasst fünf Stakeholder:

  •  MitarbeiterInnen DH
  • MitarbeiterInnen Geisteswissenschaften
  • externer Dienstleister
  • Institutionen der MitarbeiterInnen
  • Förderer/Projektträger/Beirat

Anfangs hätte ich nicht vermutet, dass es eine Beziehung zweier Stakeholder geben kann, die nicht über mich als Projektverantwortliche gehen könnte. Aber mit dem Ausfüllen der Matrix wurde mir klar, dass natürlich auch die Erwartungen zwischen den WissenschaftlerInnen und den beteiligten Institutionen Auswirkungen auf meine Arbeit haben werden. Besonders geeignet ist diese Motivation Matrix für Koordinatoren von eigenständigen Projekten. So stieß sie in Frankfurt zur DHd2019 auf sehr positive Resonanz im Panel Digital Humanities „from Scratch“.

Vielleicht werde ich es auch in Zukunft in kollaborativen Projekten anwenden. Denn in vielen Projekte ist es nicht das Geld, dass die wissenschaftlichen Partner zusammenhält, sondern die Summe ihrer Erwartungen und die daraus resultierende Motivation. Der erste Schritt wäre es also, diese genau zu erfassen.

Credit Header: By Unknown – This file was donated by Nordiska museet as part of the Europeana Fashion collaboration., Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25100003

3 Gedanken zu “Test: Motivation Matrix. Warum sind alle so motiviert?

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